Schlagwort-Archiv: Ausflüge

Nachmittagsspaziergang am Kappelberg

Heute morgen hat endlich mal die Sonne gescheint. Der Entschluss war klar, am Nachmittag geht es zum Kappelberg bei Fellbach. Wäre ich doch besser gleich am Morgen losgezogen, am Nachmittag war die Sonne weitgehend verschwunden, es wurde leider wieder diesig.

Los ging es in der Nähe der neuen Fellbacher Kelter durch die Weinberge des Kappelbergs. Ein erster Blick etwa in Richtung Osten.

Blick vom Kappelberg auf Korber- und Kleinheppacher Kopf

Blick vom Kappelberg auf Korber- und Kleinheppacher Kopf

Dort hat die Sonne noch etwas gescheint. Von links nach rechts die Weinberge: Söhrenberg, Korber Kopf, Hörnleskopf, Kleinheppacher Kopf, die zum Remstal gehören.

Nach der nächsten Kurve war bereits das Weindorf Stuttgart-Rotenberg mit der Grabkapelle für die Württembergische Königin Katherina in Sicht. Unsere Leser erinnern sich vielleicht noch an unseren Beitrag über den Württemberg.

Rotenberg vom Kappelberg aus

Rotenberg vom Kappelberg aus

Die Winzer haben bereits weitgehend ihre Hausaufgaben gemacht und die Reben auf die hier üblichen 1-2 Triebe geschnitten.

Reben am Kappelberg mit Blick auf Rotenberg

Reben am Kappelberg mit Blick auf Rotenberg

Diese Seite des Kappelbergs (Fellbacher Lämmler) ist ein Südhang mit einer für die Sonneneinstrahlung und damit für die Entwicklung des Weins idealen Gefälle. Da dort außerdem der Ertrag stark reduziert wird, entstehen dort ganz brauchbare Weine. Hauptsächlich Rotweine und dabei hauptsächlich Spätburgunder (Pinot Noir), aber auch Weißweine wie Chardonnay oder Cabernet Blanc. Aber das dauert noch ein paar Monate ;-)

Auf dem Rückweg habe ich übrigens noch ein interessantes Schild an einem Gartentor gesehen:

Zutritt für Unbefugte aller Art verboten

Zutritt für Unbefugte aller Art verboten

Trotz des nicht ganz optimalen Wetters, ein sehr schöner Spaziergang bei feinstem Pulverschnee.

Ausflug zum Schloss Lichtenstein

Ich habe mir heute einen freien Tag genehmigt. Bei relativ gutem Wetter bot sich ein Ausflug auf die Schwäbische Alb an. Da ich schon seit Urzeiten nicht mehr beim Schloss Lichtenstein war, wurde dieses kurzerhand zum Opfer auserkoren, zumal man sich dort an Sommerwochenenden vor Menschenmassen kaum retten kann.

Schloss Lichtenstein

Schloss Lichtenstein


(für eine größere Darstellung bitte auf das Bild klicken)

Das Schloss Lichtenstein liegt direkt am Albtrauf in einer Höhe von 817 m ü. NN etwa 250 Meter hoch über dem Tal der Echaz, einem Nebenflüsschen des Neckars, das auch durch die an der Achalm liegenden Stadt Reutlingen fließt.

Echaz-Tal und Achalm (in Bildmitte)

Echaz-Tal und Achalm (in Bildmitte)

Zwar gab es an dieser Stelle schon im Mittelalter (1390) ein Schloss, das heutige Schloss wurde aber erst in den Jahren 1840-1842 im Auftrag des Wilhelm Graf von Württemberg (dem späteren Herzog von Urach) gebaut. Der Graf wurde offensichtlich von dem 1826 veröffentlichten Roman Lichtenstein des schwäbischen Dichters Wilhelm Hauff, der insbesonders durch seine Märchen bekannt wurde, zum Bau des heutigen Schlosses animiert.

Zu Ehren von Wilhelm Hauff, der leider gerade einmal 25 Jahre alt wurde, wurde auf einem Felsen neben dem Schloss ein Denkmal errichtet.

Hauff-Denkmal beim Schloss Lichtenstein

Hauff-Denkmal beim Schloss Lichtenstein

Der Schlosseingang ist standesgemäß durch eine Zugbrücke gesichert.

Zugbrücke am Eingang zum Schloss Lichtenstein

Zugbrücke am Eingang zum Schloss Lichtenstein

Rund um das Schloss befinden sich auch noch einige Nebengebäude, z.B.

Nebengebäude des Schloss Lichtenstein

Nebengebäude des Schloss Lichtenstein

Das Schloss ist in Privatbesitz und gehört immer noch derer von Urach. Leider durfte man im Schloss nicht fotografieren.

Blaubeuren und sein Blautopf

Bei RezkonvSuite wird derzeit wenig blogwürdiges gekocht, daher will ich von einem Ausflug berichten. Gegessen wurde in einem Dorfgasthof. Es gab einen ‘Schwäbischen Zwiebelrostbraten”.

Der Ausflug führte nach Blaubeuren, einem Ort auf der Schwäbischen Alb, nicht weit von Ulm entfernt. In dem kleinen Städtchen mit vielen Fachwerkhäusern wie diesen

Fachwerkhäuser in Blaubeuren

befindet sich ein Kloster und in der Kirche ein schöner Hochaltar

Kloster und Kirche in Blaubeuren

und der Blautopf:

Blautopf

Die schöne Lau

Der Blautopf war früher sagenumwoben, er war die Heimat der schönen Lau (siehe links, ungeschminkt), eine Art Seejungfrau. Der schwäbische Pfarrer und Lyriker Eduard Mörike hat ihr in seinem Stuttgarter Hutzelmännchen ein eigenes Kapitel ‘Die Historie von der schönen Lau‘ gewidmet. Auch in dem Tatort ‘Bienzle und die schöne Lau’ spielte sie eine Rolle.

Heute weiß man, dass der Blautopf ein Quelltrichter und Teil eines weit verzweigten Höhlensystems ist, das bis heute nur teilweise erforscht wurde.

Die Kirche vom Abfluss aus:

Kirche vom Blautopf aus

Auf der anderen Seite befindet sich rin kleines Museum und eine …

Blautopf mit Museum

… Wassermühle mit Wasserrad. Es klappert die Mühle…

Blautopf mit Mühle

Ein sehenswerter Ausflugsort, insbesondere im Herbst, wenn sich das Laub verfärbt. Wer mal in die Gegend kommt, sollte sich die Zeit nehmen, den Blautopf anzusehen. Allerdings sind an schönen Sonnentagen viel Touristen zugegen. Außerdem ist die Wasserschüttung des Blautopf stark wetterabhängig. Nach starkem und länger anhaltendem Regen ist die Schüttung stark und die schöne blaue Farbe verwandelt sich in Gelb, nach längeren Trockenperioden ist die Schüttung schwach.