Archiv für den Monat: August 2010

Wildschweinkeule in saurer Sahne

Wildschweine sind nicht nur eine Plage, nein, sie sind durchaus köstlich. Im Gefrierschrank wartete seit einer Weile ein schöne Keule auf ihre Zubereitung. Ich hätte sie mal fotografieren sollen, bin aber derzeit eher abstinent, was die ganze Fotografiererei angeht.

Wer, wie ich, keinen Jäger des Vertrauens in der Nähe hat und trotzdem gerne Wild zubereiten möchte, kann →hier die Adresse eines Jägers oder Wildhändlers in seiner näheren Umgebung heraussuchen.

Diesmal habe ich ein Rezept von Alfred Biolek als Vorlage genommen und etwas für meinen Geschmack umgekrempelt. Das Ergebnis hat mal wieder sehr fein geschmeckt.

Man sollte die Jäger bei ihrer Arbeit etwas unterstützen (sie werden nach geltendem Recht von den Landwirten für den Flurschaden verantwortlich gemacht, obwohl Wild ja wild lebt und sich kaum vorschreiben läßt, welches Revier gerade in Angriff genommen wird, kann das ganz schön ins Geld gehen) und öfter Wildschwein essen, ein feines, fettarmes Fleisch, und wenn es noch kein alter Eber bzw. Keiler war, besser als jeder Rinderbraten.

Wildschweinkeule mit Polenta und Champignons

Wildschweinkeule mit Polenta und Champignons

Nun aber zum Rezept. Ich habe Polenta als Beilage gewählt, zunächst nur, weil ich noch einen Rest Polentagrieß verarbeiten wollte, was sich dann als absoluter Bringer herausstellte, Glück muß der Mensch haben. Die Champignons sind IMO als Beilage ein Muss, Preiselbeeren gab es auch, die hat die Köchin vergessen mit aufs Bild zu nehmen, nun ja, das nächste Wildschwein kommt bestimmt 😉

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: WILDSCHWEINKEULE IN SAURER SAHNE
Kategorien: Wild, Schwein
Menge: 4 Portionen

Zutaten

1 kg   Wildschweinkeule
2 mittl.   Zwiebeln
2     Möhren
1/2     Sellerieknolle
1/2     Zitrone
4 Essl.   Sonnenblumenöl
1 Essl.   Butter
      Salz und frisch gemahlener Pfeffer
1/2 Ltr.   Fleischbrühe
1 Essl.   Tomatenmark
200 Gramm   Saure Sahne
100 ml   Rotwein
1 Teel.   Zucker (nach Bedarf)
      Muskatnuss
2 Zweige   Rosmarin
H GEWÜRZE
1 Teel.   Schwarzer Pfeffer
2     Pimentkörner
6     Wacholderbeeren

Quelle

  Frei nach Alfredissimo
  Erfasst *RK* 01.04.2005 von
  Ilka Spiess

Zubereitung

Backofen auf 170°C vorheizen.

Wildschweinkeule abwaschen und trockentupfen. Zwiebeln pellen, das Wurzelgemüse schälen und alles in Würfel schneiden. Die Zitrone auspressen und den Saft auffangen.

Die Gewürze habe ich in eine Pfeffermühle gegeben und die Keule damit kräftig bestreut.

Im Bräter das Pflanzenöl erhitzen und die gesalzene und gewürzte Keule bei großer Hitze von allen Seiten ca. sieben Minuten anbraten.

Die Gemüsewürfel und die Butter dazugeben und etwa drei Minuten bräunen. Mit der Brühe ablöschen, Deckel auflegen und im Ofen ca. 50-60 Minuten schmoren, dabei ab und zu wenden, und den Bratensatz umrühren.

Fleisch aus dem Bräter nehmen und beiseite stellen (mit Folie abdecken) Tomatenmark, saure Sahne und Wein angießen die frischen Kräuter zugeben und ca. 10 Minuten einkochen lassen.

Mit Zitronensaft (war bei mir nicht erforderlich, die saure Sahne war für meinen Geschmack ausreichend), Salz, Pfeffer, Zucker und Muskatnuss abschmecken.

Den Braten aufschneiden, die einzelnen Scheiben zurück in den Bräter geben, kurz warm ziehen lassen und mit der Sauce auf Tellern anrichten.

Dazu Wildpreiselbeeren nach Geschmack.

Als Beilage gab es Polenta in Stücken in Butter ausgebraten und gebratene Champignons, lecker!

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Pochiertes Kokos-Huhn

Bei der Suche in unserer Rezeptverwaltung nach den Zutaten ‚Huhn‘ und ‚Kokos‘ fanden wir ein Rezept der australischen Kochbuchautorin Donna Hay. Ilka hat dieses Rezept ziemlich abgewandelt und herausgekommen ist ein wunderbares Essen.

Pochiertes Kokos-Huhn

Pochiertes Kokos-Huhn

Serviert wurde es mit Kardamom-Reis. Er hat perfekt zu dem leckeren Kokos-Huhn gepasst.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: POCHIERTES KOKOS-HUHN
Kategorien: Geflügel, Huhn
Menge: 2 Portionen

Zutaten

400 Gramm   Hähnchen-Innenbrustfilets
2 Essl.   Butterschmalz
200 Gramm   Hokkaido-Kürbis in Würfeln
250 Gramm   Kleine Zucchini in Würfeln
2     Frühlingszwiebeln in Ringe geschnitten
1 Essl.   Ingwer; fein geschnitten
400 ml   Kokosmilch
1/2     Limette; den Saft
1 Essl.   Rote Currypaste
100 Gramm   TK-Erbsen
H ZUM SERVIEREN
      Glatte Petersilie
1/2     Limette; in Scheiben
      Kardamom-Reis

Quelle

  Ilkas Rezept, sehr frei nach
  Donna Hay – Keine Zeit zum Kochen
  ISBN 978-3-03800-460-08
  Erfasst *RK* 26.03.2010 von
  Ilka Spiess

Zubereitung

Vom Kürbis etwa 1 cm dicke Scheiben abschneiden, entkernen und würfeln. Zucchini längs halbieren und in nicht zu dünne Streifen schneiden. Frühlingszwiebeln schräg in Ringe schneiden. Ingwer schälen und fein würfeln.

Eine beschichtete Pfanne bei mittlerer bis hoher Temperatur erhitzen. Butterschmalz erhitzen. Darin die Hühnerbrustfilets auf beiden Seiten etwas Farbe nehmen lassen. Herausnehmen und beseite stellen.

Im Bratfett den Ingwer angehen lassen, dann die Kürbis- und Zucchiniwürfel, die Kokosmilch, Chilipaste sowie die angebratenen Hühnerbrustfilets dazugeben, salzen, den Saft einer halben Limette dazu geben und alles etwa 10 Minuten leise köcheln lassen.

Die Hühnerbrustfilets nochmals herausnehmen und beiseite stellen.

Die Frühlingszwiebeln und Erbsen dazugeben, die Hitze etwas erhöhen und weitere 5 Minuten köcheln lassen, dabei die Sauce etwas einreduzieren lassen. Hühnerfilets wieder in die Sauce geben und servieren.

Mit abgezupften Petersilienblättern und Limettenscheiben anrichten. Dazu Kardamom-Reis reichen.

Sehr lecker!

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