Sauerbraten aus dem Römertopf

Einen Sauerbraten hatte ich schon lange nicht mehr, und in Anbetracht meiner Gartenarbeit dachte ich, daß es eine gute Idee sei, ihn im Römertopf zuzubereiten. Das hat prima hingehauen und ich werde das künftig wohl immer so machen. Er ist schön zart und saftig geworfen.

Als Beilage wird meist Apfelmus empfohlen, ich habe mich jedoch für Quitte entschieden, die sich zwar etwas schwerer bearbeiten läßt, aber ganz toll mit dem Braten harmoniert.

Sauerbraten

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: SAUERBRATEN AUS DEM RÖMERTOPF
Kategorien: Fleisch, Rind, Römertopf
Menge: 6 Personen

Zutaten

1 kg   Rindfleisch zum Schmoren
      — (am besten "falsches Filet")
H MARINADE
1/2 Ltr.   Wasser
1/4 Ltr.   Weinessig, weiß
2     Zwiebeln
1/2     Petersilienwurzel
1     Möhre
10     Pfefferkörner
2     Wacholderbeeren
1     Lorbeerblatt
2     Gewürznelken
1 Teel.   Salz
1/2 Teel.   Pfeffer
H BRATEN
75 Gramm   Schweineschmalz; ca
125 Gramm   Rosinen, in Wasser eingeweicht
      Salz und Pfeffer aus der Mühle
75 Gramm   Zerbröselter Lebkuchen; ca.
1-2 Essl.   Grafschafter Rübenkraut (Goldsaft)
H QUITTENKOMPOTT
2-3     Quitten
100 Gramm   Zucker
1/4 Ltr.   Weißwein
1/4 Ltr.   Apfelsaft
80 Gramm   Butter
1/2     Zimtstange

Quelle

  ilka
  Erfasst *RK* 12.10.2007 von
  Ilka Spiess

Zubereitung

Vorbereiten:

Alle Marinadezutaten in einen Topf geben, ca. 10 Minuten köcheln, danach abkühlen lassen. Das Fleisch in einen Gefrierbeutel geben, die kalte Marinade darüber gießen, verschließen und im Kühlschrank aufbewahren.

Fleisch zwei bis drei Tage ziehen lassen und ab und zu wenden. Wenn das Fleisch ganz von der Marinade bedeckt ist, braucht man das nicht.

Braten:

Das Fleisch aus dem Sud nehmen, mit Küchenpapier gut abtrocknen und im zerlassenen Schweineschmalz bei mittlerer Temperatur von allen Seiten gut anbraten (es wird im Römertopf nicht grundsätzlich verlangt, aber ich mag es lieber, wenn das Fleisch gebraten und nicht gekocht aussieht).

Die Marinade durchsieben und nach und nach zum Fleisch gießen.

Alles in den Römertopf geben, eventuell ein paar frische Gemüsewürfel und ein Lorbeerblatt zugeben. Römertopf schließen und in den kalten Ofen schieben.

Backofen auf 190-200°C aufheizen und das Fleisch ca. 2-2 1/2 Stunden schmoren. Nach 2 Stunden nachsehen, ob das Fleisch schon weich ist. Wenn ja, Römertopf aus dem Ofen nehmen und eine Weile zur Seite stellen, damit er etwas abkühlt – gehört nicht zum Gericht, aber es läßt sich leichter arbeiten, wenn nicht alles zu heiß ist.

Das Fleisch aus dem Römertopf nehmen, in eine Alufolie einwickeln und zurück in den ausgeschalteten Ofen geben, so bleibt es prima warm.

Sauce:

Die Flüssigkeit durch ein Sieb in einen Topf gießen, die eingeweichten Rosinen, den Goldsaft und die Lebkuchenbrösel zugeben und ca. 10-15 Minuten köcheln lassen. Der Lebkuchen zergeht in der Sauce und macht sie herrlich glatt und sämig. Noch einmal mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wer möchte kann die Sauce auch noch mit Sauerrahm verfeinern, ich mache das nicht.

Für das Kompott die Quitten halbieren, in Segmente schneiden, schälen und würfeln, dabei hat mir mein Apfelausstecher wieder einmal gute Dienste geleistet.

Den Zucker in einem Topf karamellisieren, bis er hellbraun ist. Mit Weißwein ablöschen. Die Quitten dazugeben und kurz andünsten.

Dann Apfelsaft und Wein auffüllen, Butter und Zimtstange zugeben und alles mindestens 50 Minuten köcheln lassen, bis die Quittenwürfel weich sind.

Das Kompott mit einem Mixstab pürieren oder smit dem Kartoffelstampfer zerstampfen, ganz nach Lust und Laune. Eventuell noch mit Zucker, oder Zitronensaft nachwürzen.

Anrichten:

Das Fleisch in Scheiben schneiden und mit Semmelknödelscheiben, oder Spätzle und Quittenkompott servieren.

Wer keinen Römertopf besitzt, kann das Ganze auch in einer Bratfolie machen.

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4 Gedanken zu „Sauerbraten aus dem Römertopf

  1. Jutta

    Und weil auch ich Rheinländerin bin, habe ich am Wochenende zufällig ebenfalls Sauerbraten hergestellt – aber mit ganz profanem Apfelkompott. Diese Quitten-Beilage hört sich wunderbar an, das werde ich auf jeden Fall einmal versuchen! Übrigens habe ich mal ein paar Jahre lang da gewohnt, wo der Grafschafter Goldsaft herkommt.

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