Krautkrapfen

Wieder etwas aus der deftigen Küche. Nicht nur in der Alpenregion stehen diese Krapfen auf der Speisekarte, bei den Schwaben habe ich sie auch schon der öfteren gesichtet.

Schon einmal eine feine Vorbereitung auf die Fastenzeit, dabei vermisst man bei diesem Rezept kein Fleisch.

Diesmal habe ich eine Kohlsorte getestet, die der Gemüseladen neu an Lager hatte und angeblich bekömmlicher als der normale Weißkohl sein soll. Es stimmt zwar, daß dieser Jaroma-Kohl nicht nach Kohl riecht, allerdings finde ich ihn etwas farblos im Geschmack. Die Weisskohlsorten die man so kennt – speziell das hier beheimatete Filderkraut – haben mehr Charakter, und wenn man sie nicht stundenlang kocht, riechen auch sie nicht unangenehm nach Kohl.

Jaroma-Kohl

Die Krapfen sind ein sehr schmackhaftes Gericht, ich werde sie sicher wieder einmal kochen, wenn ich dazu komme, es gibt so viele neue Rezepte zu probieren…. 😉

Die Sauce habe ich noch mit einem Schuß Sahne angereichert und mit kalter Butter montiert.

Krautkrapfen

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: KRAUTKRAPFEN
Kategorien: Teigware, Gefüllt, Gemüse
Menge: 6 Portionen

Zutaten

H TEIG
500 Gramm   Mehl
2     Eier
3 Essl.   Öl
1/2 Teel.   Salz
125 ml   Wasser
H FÜLLUNG
1 kg   Weisskohl
2 Essl.   Öl
      Salz und Pfeffer aus der Mühle
1/2 Teel.   Kümmel (nach Geschmack)
250 ml   Gemüsebrühe
H AUSSERDEM
      Öl, zum Braten
      Mehl, für die Arbeitsfläche

Quelle

  Faszination Alpenküche, LINGEN-Verlag
  Erfasst *RK* 29.01.2008 von
  Ilka Spiess

Zubereitung

Mehl, Eier, Öl, Salz und Wasser miteinander verkneten. Aus dem Teig eine Kugel formen, diese in Folie wickeln und ca. 30 Minuten ruhen lassen.

In der Zwischenzeit den Weißkohl putzen und in feine Streifen schneiden oder hobeln.

Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen und den Kohl darin anbraten. Die Pfanne abdecken und den Kohl bei schwacher Hitze ca. 15 Minuten garen lassen. Dabei gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas Wasser zugeben. Anschließend den Weißkohl mit Salz und Pfeffer aus der Mühle und nach Geschmack mit Kümmel würzen.

(is) Ich mag Kümmel im Weißkraut und habe ihn gleich mitgaren lassen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck ausrollen. Den gebratenen Weißkohl als Füllung auf 3/4 der Fläche von der langen Seite her verteilen. Die Seiten einschlagen und von der langen Seite her mit der Füllung aufrollen.

Die fertige Rolle in 6 gleichgroße Stücke schneiden. In einer großen Pfanne soviel Öl geben, dass der Boden bedeckt ist. Das Öl erhitzen und die Teigstücke mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne setzen. Ca. 2 Minuten braten, dann wenden, wieder 2 Minuten braten.

Mit der Gemüsebrühe auffüllen und zugedeckt bei mittlerer Temperatur ca. 20 Minuten garen.

Auf Tellern anrichten und heiß servieren.

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8 Gedanken zu „Krautkrapfen

  1. Hedonistin

    Zählt Fasten nur als Fasten, wenn man dabei was vermisst? 😉

    Ich kannte das bisher nur als ofengebackenen Krautstrudel, diese Pfannenversion werd ich mal probieren.

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  2. Ilka Beitragsautor

    @ Hedonistin – Sollte man in der Fastenzeit nicht auf Fleisch verzichten?
    Ich faste eigentlich nie – es sei denn es steht eine Diät an – deshalb bin ich auf dem Gebiet kein Experte. Viele Leute fühlen sich erst wohl wenn Fleisch auf dem Teller liegt und probieren solche Gerichte gar nicht erst – was ich schade finde, denn es hat uns sehr gut geschmeckt, deshalb mein Statement.

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  3. Hedonistin

    Ja, so „Fleischtiger“ kenn ich auch. Ich esse allerdings gar kein Fleisch – und empfinde das nicht als Verzicht. Oder andersrum gesagt, ich würde nicht fleischlos kochen, wenn ich dabei was vermissen würde. Insofern frug ich mich, ob das – wiewohl fastenzeitkonform – überhaupt gilt, wenn ich mich so gar nicht kasteit fühle. 🙂

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  4. Osteria

    Halli Hallo,
    was für ein wunderbares Rezept mal wieder!!! Danke dafür. Mich würde nur interessieren, wie dick man denn am besten den Teig ausrollen sollte und ich wäre für eine nähere Angabe hier sehr dankbar. Bis dann!

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  5. kulinaria katastrophalia

    Jaromakohl eignet sich mit seinem frischen zarten Geschmack wahrscheinlich auch mehr für Salat. Mit Olivenöl und Salz ist er eine Köstlichkeit 🙂
    Leider ist Jaromakohl nicht immer erhältlich, ansonsten gäbe es den andauernd 😉 Kraut-Gemüsefüllung sind aber auch eine schöne Spezialität! Irgendwie trauen wir uns da immer nicht so richtig ran.

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  6. lavaterra

    Tolle Idee, dieser Krautstrudel aus der Pfanne – das muss ich unbedingt auch ausprobieren. Der Jaromakohl schmeckt ausgesprochen lecker, aber leider ist die Saison dafür sehr kurz.

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  7. Ilka Beitragsautor

    @ Osteria – genaue Maße habe ich nicht – aber ich habe sie wie für Tagliatelle ausgerollt, was wird das sein, 2-3mm vielleicht?!

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  8. Ilka Beitragsautor

    @ kulinaria katastrophalia

    Da ich ihn noch nicht kannte, bin ich vielleicht verkehrt an ihn heran gegangen, aber roh schmeckt er mir bestimmt sehr, denn ich mag Krautsalate in jeder Form. Danke für den Hinweis!

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