Sardinen-Snack

In der Nachkriegszeit waren Delikatessen eher selten. Kaum Jemandem waren Trüffel aus dem Perigord oder Iberico-Schinken aus Spanien ein Begriff. Da freute man sich zur Abwechslung schon über eine Dose Ölsardinen. Daran habe ich gedacht, als Rainer Sass neulich in der Sendung Das! Schmeckt des NDR folgenden Sardinen-Snack vorstellte.

Sardinen-Snack

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: SARDINEN-SNACK
Kategorien: Vorspeise, Fisch
Menge: 1 Rezept

Zutaten

2 Dosen   Ölsardinen, in Olivenöl eingelegt
2     Festkochende Kartoffeln
4 Scheiben   (dünne) Landbrot
2     Eier
4     Cherrytomaten, mit Strunk
      Salz
      Schwarzer Pfeffer, gemörst
  Etwas   Zitronensaft
      Zitronenschale
      Knoblauch
H PETERSILIENPESTO
2 Bund   Petersilie
4-5 Essl.   Olivenöl
1     Knoblauchzehe
      Meersalz

Quelle

  NDR.de – Das!
  Erfasst *RK* 11.01.2008 von
  Ulli Fetzer

Zubereitung

Die Kartoffeln schälen, längs in 1 cm dicke Scheiben schneiden und in Salzwasser garen. Eier ca 7 Minuten wachsweich kochen.

Landbrot in dünne Scheiben schneiden und in einer beschichteten Pfanne ohne Oel ausbacken, bis sie knusprig sind. Eine angedrückte Knoblauchzehe als Aromaträger mit in die Pfanne geben.

Die Cherrytomaten am Strunk lassen, mit Olivenöl benetzen und mit Meersalz bestreuen. Die Tomaten in den 200 Grad heißen Backofen schieben, den Grill mit einschalten und warten bis die Tomaten leicht platzen, dann aus dem Backofen nehmen.

Für das Pesto die gewaschenen Petersilieblätter mit einer Knoblauchzehe und Olivenöl in einen hohen Topf geben und mit dem Stabmixer fein pürieren, dann mit Meersalz abschmecken. Die Sardinen vorsichtig aus den Dosen nehmen und das alte Öl gut abtropfen lassen.

Anrichten:

Die lauwarmen Kartoffelscheiben auf einen Teller legen und darauf 1-2 Sardinen setzen.

Die Landbrotscheiben, gepellte Eierhälften und Tomaten um die Sardinen legen, etwas Petersilienpesto dazu und alles mit Zitronenschale, etwas Zitronensaft, Meersalz und Pfeffer würzen.

(uf) Die Brotscheiben mit etwas Olivenöl angebraten. Statt Petersilienpesto Petersilienöl verwendet. Den Strunk von den Tomaten entfernt und die Tomaten mit etwas Olivenöl in einer Pfanne angebraten, bis sie aufplatzen.

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6 Gedanken zu „Sardinen-Snack

  1. Bolli

    Wenn das mit der Überfischung so weitergeht, dann gehören bald die Sardinen auch in die Kategorie Trüffel und Co…….

    Ich habe immer ein paar Dosen Sardinen im Schrank…..Dann kann ich ja loslegen!

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  2. nysa

    ja.. und die portugiesen tragen leider sehr zur überfischung bei 🙁 wenns nach mir gehen würde, dann wäre es nicht so, da ich nicht so auf fisch stehe. aber ich könnte das ganze doch mit lecker thunfisch auch machen oder??? ich werds jedenfalls ausprobieren und berichten 🙂 .g

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  3. Barbara

    Nicht nur in der Nachkriegszeit, sondern noch sehr lange… Es ist schon interessant, was man heute alles bekommt, mit allen Vor- und Nachteilen, klar…

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  4. Ulli Beitragsautor

    @Bolli
    Fisch ist selten und daher dementsprechend teuer geworden. Nur wenn sich die Art leicht züchten lässt, geht es noch. Das sieht man z.B. an (Zucht-) Lachs. Früher sehr teuer, heute verhältnismäßig billig.

    @nysa
    Früher haben auch die Deutschen an ihren Küsten kräftig gefischt. Nur gibt es nicht mehr viel Fisch, so dass z.B. viele Fischer an der Nordsee nur noch Krabben (Crevettes) fischen.

    @kulinaria katastrophalia
    Die Zaghahftigkeit hatte durchaus einen Grund. Die Dose war im Kühlschrank, das Olivenöl ganz dickflüssig geworden, so dass ich die Sardinen nicht ohne vorherige Erwärmung zerstörungsfrei hätte entnehmen können. Ich habe die Dose daher kurz in den Mikrowellenherd gestellt. Bereits nach wenigen Sekunden gab es einen Knall und eine Sardine ist regelrecht explodiert. Die anschließende Reinigung hat einige Zeit in Anspruch genommen.

    @Barbara
    Ja, es ist schon enorm, was man heute alles bekommt. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an einer Ostberlinerin nach der Wende, die nach dem Besuch eines Feinkostgeschäfts im Westen vom Angebot regelrecht überwältigt war, dann aber die Frage stellte, ob es denn wirklich über 50 Sorten Salami sein müssen!

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