Linsen und Spätzle

Heute gab es einer meiner Leibspeisen: das schwäbische Nationalgericht Linsen und Spätzle. Die obligatorisch dazu gehörenden Saitenwürschtle (Wiener, Frankfurter) brauchen nicht extra erwähnt zu werden.

Linsen und Spätzle, das schwäbische Nationalgericht

Linsen und Spätzle, das schwäbische Nationalgericht

Ehrensache, dass (bis auf die Würste) alles selbst gemacht wurde, also kein Linsengemüse aus der Dose und keine Spätzle aus der Tüte bzw. der Kühltheke.

Herrlich hat es geschmeckt – und zwar ohne Senf zu den Saiten, auf den manche – meist Nichtschwaben – einfach nicht verzichten wollen.

========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.4
Titel: LINSEN UND SPÄTZLE
Kategorien: Teigwaren, Spätzle, Linsen, Wurst
Menge: 2 bis 3 Personen

Zutaten

250 Gramm   Linsen
1/2     Karotte
2 Essl.   Butterschmalz
2-4 Essl.   Mehl
      Salz und Pfeffer
1-2 Essl.   Essig
4-6     Saitenwürstle (1 Paar pro Portion)
H FÜR DIE SPÄTZLE
250 Gramm   Weizendunst (Spätzlemehl)
      – zur Not tut es auch das 405er Universalmehl
3-4     Eier, je nach Größe und verwendetem Mehl
      Milch, nach Bedarf
      Salz
1 Prise   Muskat

Quelle

  Mein Standardrezept
  Erfasst *RK* 21.08.2001 von
  Ilka Spiess

Zubereitung

Linsen verlesen, über Nacht einweichen und am folgenden Tag in frischem Wasser zusammen mit der geputzten und in sehr kleine Würfel geschnittenen Karotte gar kochen (bei meiner Linsensorte dauerte das ca. 20 Minuten).

Wer will, kocht die Linsen mit etwas klein geschnittenem, angebratenem, magerem geräuchertem Bauchspeck, in dem man eine klein geschnittene Zwiebel glasig werden ließ.

Das Butterfett erhitzen, das Mehl darin goldbraun rösten. Mit Kochsud der Linsen ablöschen. Kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Hälfte der Essigmenge darunter mischen und gut 10 Minuten köcheln lassen. Linsen zugeben und eventuell nochmals würzen.

Saitenwürstchen einlegen und noch einige Minuten leise köcheln lassen. Vorsicht, dass die Würste nicht aufplatzen!

Kurz vor dem Servieren die Linsen je nach Gusto mit Essig abschmecken.

Mit Spätzle und Saitenwürstchen servieren.


Wer nicht weiß, wie man Spätzle selbst machen kann, voilà:

Für die Spätzle das Mehl in eine Rührschüssel geben, zunächst nur 3 Eier aufschlagen und auf das Mehl geben. Mit den Knethaken eines Handrührgeräts gut verrühren. Es muss sich ein homogener, aber sehr zäher Teig ergeben. Gegebenenfalls noch ein weiteres Ei und/oder Milch hinzugeben, bis die erwünschte Konsistenz erreicht ist. Falls er zu flüssig ist, noch etwas Mehl hinzugeben. Mit Salz und Muskat würzen. Den Teig zudecken und mindestens 1 Stunde ruhen lassen.

In einem großen Topf reichlich (Salz-)Wasser zum Kochen bringen. Jeweils eine Portion Teig in eine Spätzlepresse geben und in das kochende Salzwasser drücken. Sobald die Spätzle an die Oberfläche kommen, sind sie fertig und werden mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser gehoben. Danach wird die nächste Portion auf dieselbe Weise gegart.

Statt der Spätzlepresse kann man die Spätzle natürlich auch vom Brett schaben oder ein anderes Tool benutzen.

=====

13 Gedanken zu „Linsen und Spätzle

    1. Ulli Artikelautor

      “Nicht-Einheimische” können sich die Kombination meist nicht vorstellen, überhaupt wenn sie keine Spätzle-Esser sind! Aber nach dem Kosten finden sie eigentlich alle gut.
      LG

      Antworten
  1. Heidi

    Linsenwoche? Bei uns gabs die auch! Ich wollte sie mit Spätzle probieren, allerdings waren grade noch soviele da, dass es sich für die Gulaschreste ausging. Also gabs die Linsen wie immer mit Semmelknödel und Schinken. Aber irgendwann schaff ichs hoffentlich mal sie mit Spätzle zu verkosten. Kann ich mir nämlich sehr gut vorstellen.

    Antworten
    1. Ulli Artikelautor

      Mach’s einfach mal wieder :-)

      Ich finde es albern, nur handgeschabte Spätzle als die einzig mögliche Zubereitungsart zu akzeptieren. Die Hauptsache ist, den Teig selbst zu machen, das Tool ist doch letztlich egal. OK, wenn viel Sauce dabei ist, finde ich die Handgeschabten etwas besser.

      Meine Mutter hat zeitlebens nur ganz selten handgeschabte gemacht, meist hat sie die Spätzlepresse genommen. Ihr Gaisburger Marsch hat mir auch mit Spätzle aus dem Spätzleschwob immer sehr gemundet.
      LG

      Antworten
      1. Eva

        Danke für die Unterstützung! :-) Das hat mich damals schon leicht durcheinander gebracht und ich ‘traue’ mich seitdem nicht mehr etwas mit Spätzle zu verbloggen!
        Meine schwäbische Mutter hat zeitlebens mit dem Spätzledrücker gearbeitet, sie konnte – glaube ich – gar nicht schaben (oder mochte es nicht?); immerhin muss ich ihr jedes Mal Spätzle auf Vorrat machen, wenn ich da bin :-)

        Antworten
        1. Ulli Artikelautor

          Du brauchst Dich doch nicht wegen eines Kommentars durcheinander bringen lassen. Du kochst das, was Dir schmeckt :-)

          Ich bin ja schon lange in der Kochszene und weiß, dass es Zeitgenoosen gibt, die so gut wie gar nicht kochen, aber alles besser wissen und so tun als seien sie Bocuse persönlich. Weißt Du, behaupten kann man viel und andere kritisieren auch. In der Blogszene ist es allerdings deutlich besser.
          LG

          Antworten
  2. nysa

    ich schäm mich grad: hab sowas noch nie gegessen, obwohl es mir schmecken würde und es einfach ist und es auf meiner nachkochliste ist. das muss sich wirklich ändern ;-)

    Antworten

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>